Die toten Kandidaten

Immer öfters wird man zu Kunden eingeladen, die mehr tot als lebendig sind. Vielen Fällen steht man dann bei Vertragsannahme vor einem Scherbenhaufen, der nur schwerlich repariert werden kann. Meistens handelt es sich dabei um Unternehmen die in einem oder mehreren ist ihnen total versagt haben. Das Problem für den Unternehmensberater ist den korrekten Zeitpunkt für eine Unternehmensschließung zu finden. In den meisten Fällen ist eine totale Überschuldung das größte Problem. Nur allzu gerne haben Banken Millionen von Euro in Unternehmen gepumpt, die ihre organisatorischen Probleme nicht unter Kontrolle bekommen haben

Viele Unternehmen werden auch noch von dem Gründer geleitet, der emotional mit dem Geschäft verbunden ist. Auch sind meistens viele Mitarbeiter davon betroffen, deren Existenz von Unternehmen abhängt. Es ist also eine ziemlich knifflige Frage, wann ein Unternehmen den Punkt erreicht hat, an dem es nicht mehr zu retten ist. Meistens geben uns dabei die Zahlen des Unternehmens eine eindeutige Richtung an. Generell kann man davon ausgehen, dass wenn ein mittelständisches Unternehmen seine Schulden nicht in den nächsten fünf Jahren selbstständig bezahlen kann, ist es ein fragwürdiges und risikovolles Unterfangen. Sollte dies auch nicht in den nächsten zehn Jahren möglich sein, sollte das Unternehmen geschlossen werden.

Als Unternehmensberater sollten wir der Geschäftsleitung die Ergebnisse auf eine plausible Art darlegen. Nutzen Sie die Zahlen und erarbeiten sich zusammen einen klaren Plan welche Ziele man sich kurz- und langfristig setzen kann. Ihre Aufgabe als Unternehmensberater ist es diese Ziele auf ihre Durchführbarkeit zu prüfen. Setzen Sie klare Ziele die wirklich realisierbar sind und lassen Sie die Firmenleitung entscheiden. Als Berater ist es nicht ihre Funktion die Firma in eine bestimmte Band zu lenken, sie sollten plausible Lösungen und Ziele anbieten können.

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